












Die Wetterbeobachtung spielt in der heutigen Zeit eine immer wichtigere Rolle, nicht nur für die überregionalen Vorhersagemodelle, sondern vor allem für das Verständnis des lokalen Mikroklimas. In der historischen Stadt Weißensee, die im Herzen Thüringens im fruchtbaren Thüringer Becken liegt, liefert die private Wetterstation kontinuierlich präzise Daten, die weit über das hinausgehen, was ein einfacher Blick aus dem Fenster verraten würde. Die aktuelle Wetterlage zeigt uns eine Atmosphäre, die sich im Übergang befindet und besonders in den Abend- oder frühen Morgenstunden durch spezifische meteorologische Besonderheiten geprägt ist. Wenn wir uns die nackten Zahlen ansehen, erkennen wir ein komplexes Zusammenspiel von Temperatur, Luftdruck und Feuchtigkeit, das maßgeblich die Lebensqualität und das Wohlbefinden der Bewohner beeinflusst.
Die aktuelle Temperatur in Weißensee beträgt 1.9 °C und ist langsam fallend.
Dieser Wert von knapp über dem Gefrierpunkt ist charakteristisch für die kühleren Phasen im Thüringer Becken. Die Tatsache, dass die Temperatur eine fallende Tendenz aufweist, deutet darauf hin, dass wir uns in einer Phase der Abkühlung befinden, die möglicherweise durch eine nächtliche Ausstrahlung oder das Einfließen kühlerer Luftmassen begünstigt wird. Bei 1.9 °C nähert sich die Lufttemperatur kritischen Werten an, die bei ausreichender Feuchtigkeit zu Reifbildung auf den Straßen und Wiesen führen können. Die Einwohner von Weißensee müssen sich also auf eine kalte Phase einstellen, in der die thermische Energie der Umgebung kontinuierlich abnimmt. Die langsame Änderungsrate lässt darauf schließen, dass kein abrupter Kaltfrontdurchgang stattfindet, sondern eine stetige, fast schleichende Anpassung an das nächtliche Temperaturniveau erfolgt, wie es oft bei ruhigen Hochdruckrandlagen oder stabilen Schichtbewölkungen der Fall ist.
Luftdruck in Weißensee beträgt 1013.6 hpa und ist langsam fallend.
Ein Luftdruck von 1013.6 hpa liegt fast exakt auf dem Niveau des Standardluftdrucks auf Meereshöhe, der international mit 1013.25 hpa definiert ist. Damit befindet sich Weißensee in einem Bereich, den Meteorologen als neutrales Druckfeld bezeichnen würden. Es ist weder ein ausgeprägtes Hoch- noch ein Tiefdruckgebiet dominant. Die Tendenz des langsam fallenden Luftdrucks ist jedoch ein interessanter Indikator für kommende Wetteränderungen. Ein fallender Barometerstand signalisiert oft die Annäherung eines Tiefdruckausläufers oder eine allgemeine Instabilisierung der Atmosphäre. Auch wenn der Druckverlust aktuell noch langsam vonstattengeht, könnte dies der Vorbote für eine Zunahme der Bewölkung oder eine Änderung der Windverhältnisse in den nächsten Stunden oder Tagen sein. In der Meteorologie ist die Tendenz oft wichtiger als der absolute Wert, da sie die Dynamik des Wettergeschehens widerspiegelt.
Der Wind kommt mit einer Windgeschwindigkeit von 0.3 km/h aus Richtung NordNordOst und ist gleichbleibend. Zudem gibt es Windböen von 1.8 km/h.
Diese Windwerte beschreiben eine nahezu vollkommene Windstille, die in der Meteorologie oft als „Calme“ bezeichnet wird. Eine Geschwindigkeit von 0.3 km/h ist kaum wahrnehmbar und reicht kaum aus, um ein Blatt an einem Baum zu bewegen. Dass der Wind aus NordNordOst kommt, zeigt eine sehr schwache Luftströmung aus nördlichen Breiten an, was die niedrigen Temperaturen von 1.9 °C zusätzlich erklärt, da tendenziell kühlere Luftmassen in das Thüringer Becken einsickern. Die Böen von 1.8 km/h sind ebenfalls extrem schwach und unterstreichen die stabile, fast unbewegte Luftmasse über Weißensee. In solchen Situationen fehlt die Durchmischung der unteren Luftschichten, was signifikante Auswirkungen auf die Luftqualität und die Feuchtigkeitsverteilung hat. Wenn der Wind so schwach ist, verbleibt die Luft oft über längere Zeit in den Senken des Geländes stehen, was typisch für Inversionswetterlagen ist.
Luftfeuchtigkeit in Weißensee beträgt 89.0 % und ist gleichbleibend.
Die relative Luftfeuchtigkeit von 89.0 % ist als sehr hoch einzustufen. In Verbindung mit der niedrigen Temperatur von 1.9 °C fühlt sich die Luft feuchtkalt und klamm an. Diese hohe Sättigung der Luft mit Wasserdampf ist ein klassisches Zeichen für Nebelbildung oder zumindest für eine sehr trübe Witterung. Da die Feuchtigkeit gleichbleibend hoch ist, gibt es derzeit keine Anzeichen für eine Abtrocknung der Luftmasse. In Weißensee führt dies dazu, dass die gefühlte Temperatur oft niedriger wahrgenommen wird, als es das Thermometer anzeigt, da die feuchte Luft die Wärmeableitung vom menschlichen Körper begünstigt. Für die Landwirtschaft und die Vegetation bedeutet eine solch hohe Feuchtigkeit eine gute Benetzung der Oberflächen, birgt aber bei den aktuellen Temperaturen auch das Risiko von überfrierender Nässe, sollte die Temperatur unter den Nullpunkt fallen.
Aktuell besteht in Weißensee keine UV-Belastung mit einem UV-Index von 0.0. Maßnahmen zum Schutz der Haut sind nicht erforderlich.
Die Solarstrahlung beträgt derzeit in Weißensee 0 W/m2 und ist gleichbleibend.
Die Werte für UV-Index und Solarstrahlung von jeweils 0.0 verdeutlichen die aktuelle Lichtsituation. Es ist entweder Nacht in Weißensee, oder eine extrem dicke und geschlossene Wolkendecke verhindert jegliches Durchdringen der Sonnenstrahlen. Ohne Solarstrahlung findet keine Erwärmung des Erdbodens statt, was den Trend der fallenden Temperaturen stützt. Für die Betreiber von Photovoltaikanlagen in der Region bedeutet dies eine Phase ohne Energieertrag. Aus gesundheitlicher Sicht ist die UV-Belastung kein Thema, was typisch für die Wintermonate oder die Nachtstunden in Mitteleuropa ist. Die Atmosphäre verhält sich in dieser Hinsicht absolut passiv.
Die Feinstaubbelastung beträgt: 10 µm: 35.5 μg/m³ (langsam fallend), 2.5 µm: 32.0 μg/m³ (langsam fallend), 1 µm: 20.5 μg/m³ (langsam fallend).
Ein besonders kritischer Aspekt der aktuellen Wetterlage in Weißensee ist die Luftqualität. Die gemessenen Feinstaubwerte für PM10, PM2.5 und PM1 sind im Vergleich zu Reinluftgebieten erhöht. Besonders der Wert für PM2.5 mit 32.0 µg/m³ ist beachtenswert, da diese feinen Partikel tief in die Atemwege eindringen können. Dass alle Werte jedoch eine langsam fallende Tendenz aufweisen, ist ein positives Signal und deutet auf eine leichte Entspannung der Situation hin. Oft reichern sich diese Partikel bei den beschriebenen windschwachen und feuchten Bedingungen in den bodennahen Luftschichten an, besonders wenn durch Heizungsanlagen in der Siedlung zusätzliche Emissionen entstehen. Die langsame Abnahme könnte auf minimale Luftbewegungen oder eine leichte Auswaschung durch feinste Tröpfchenbildung hindeuten.
Für die letzte Stunde wurde basierend auf dem gemeinsamen Luftqualitätsindex (CAQI) für die Partikelgröße PM 10 gute Luftqualität und für PM 2.5 gute Luftqualität ermittelt. Für Weißensee wurde für die letzten 24 Stunden, basierend auf den stündlichen Werten, für PM 10 mäßige Luftqualität und für PM 2.5 schlechte Luftqualität festgestellt.
Die Diskrepanz zwischen der kurzfristigen Betrachtung der letzten Stunde und dem 24-Stunden-Mittel ist ein deutlicher Hinweis auf die Dynamik der Luftschadstoffe. Während die aktuelle Situation (letzte Stunde) als „gut“ bewertet wird, zeigt der Rückblick auf den gesamten Tag ein problematischeres Bild. Besonders die Einstufung von PM 2.5 als „schlecht“ über 24 Stunden deutet darauf hin, dass die Belastung in den vorangegangenen Stunden deutlich höher war. Dies ist ein typisches Phänomen in Thüringer Beckenlagen während der Heizperiode: Tagsüber und am Abend sammeln sich Schadstoffe an, die erst bei einer Änderung der Wetterlage oder durch nächtliche Prozesse langsam abgebaut werden oder absinken. Bewohner mit empfindlichen Atemwegen sollten solche Langzeitwerte im Auge behalten, da die kumulative Belastung entscheidend für die gesundheitliche Wirkung ist.
Bislang wurde heute kein Niederschlag beobachtet.
Trotz der hohen Luftfeuchtigkeit von 89 % ist die Atmosphäre in Weißensee bisher stabil genug geblieben, um keinen messbaren Niederschlag in Form von Regen oder Schnee zu produzieren. Die 0.0 mm Niederschlag korrespondieren mit der schwachen Windbewegung und dem neutralen Luftdruckfeld. Es fehlt der nötige Hebungsimpuls, um aus der feuchten Luft nennenswerte Tropfen zu bilden. Dennoch sorgt die Feuchtigkeit für eine natürliche Benetzung der Oberflächen, was oft als „Nebelnässen“ wahrgenommen wird, ohne dass der Niederschlagsmesser der Station aktiviert wird. Für die kommenden Stunden wird entscheidend sein, ob der langsam fallende Luftdruck eine Schichtbewölkung heranführt, die dann doch zu messbarem Niederschlag führen könnte. Aktuell bleibt es in Weißensee jedoch trocken, was zumindest die Sichtverhältnisse – abgesehen von möglichem Dunst oder Nebel – stabil hält.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Weißensee derzeit ein typisches, ruhiges, aber kühles Wetter erlebt. Die Kombination aus fallenden Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt, hoher Luftfeuchtigkeit und fast vollständiger Windstille schafft eine Atmosphäre, in der die Luftqualität zum zentralen Thema wird. Während die kurzfristigen Trends bei der Feinstaubbelastung nach unten zeigen, mahnen die 24-Stunden-Werte zur Vorsicht. Die Wetterstation liefert hier unverzichtbare Daten, um diese unsichtbaren Prozesse in unserer Umgebung sichtbar zu machen. Es bleibt abzuwarten, ob der fallende Luftdruck in naher Zukunft eine durchgreifende Änderung bringt oder ob die Stadt weiterhin in dieser kühlen, feuchten und ruhigen Wetterglocke verharrt, die für diese Region so charakteristisch sein kann.
Letztes Update: Do, 15. Jan, 13:00 - Quelle: Deutscher Wetterdienst