












Die Wetterbeobachtung spielt in der heutigen Zeit eine immer wichtigere Rolle, nicht nur für die überregionalen Vorhersagemodelle, sondern vor allem für das Verständnis des lokalen Mikroklimas. In Weißensee, einer traditionsreichen Stadt im Thüringer Becken, liefert eine private Wetterstation präzise Daten, die uns helfen, die aktuelle klimatische Situation besser einzuordnen. Der heutige Tag zeigt sich von einer besonders frostigen Seite und verdeutlicht die typischen meteorologischen Phänomene, die wir in den Wintermonaten in Mitteldeutschland häufig erleben. Werfen wir einen detaillierten Blick auf die aktuellen Messwerte und deren Bedeutung für die Bewohner und die Umwelt in der Region.
Ein zentraler Aspekt jeder Wetterbetrachtung ist die Temperatur. Sie bestimmt maßgeblich unser Wohlbefinden und beeinflusst zahlreiche Prozesse in der Natur. Die aktuelle Temperatur in Weißensee beträgt -5.1 °C und ist gleichbleibend.
Dieser Wert liegt deutlich unter dem Gefrierpunkt und zeugt von einer stabilen Kaltluftmasse, die sich über dem Thüringer Becken festgesetzt hat. Dass die Temperatur als „gleichbleibend“ gemeldet wird, deutet darauf hin, dass momentan keine größeren Luftmassenwechsel stattfinden. In klaren Winternächten oder bei einer geschlossenen Wolkendecke, die wie eine Isolierschicht wirkt, können solche stagnierenden Temperaturverläufe über Stunden anhalten. Für die Landwirtschaft in der Umgebung von Weißensee bedeutet dieser Frost eine Ruhephase, während für die Bürger das Heizen und die Vorsicht im Straßenverkehr im Vordergrund stehen. Bei -5,1 Grad Celsius ist der Boden vielerorts tiefgefroren, was auch Auswirkungen auf die städtische Infrastruktur haben kann.
Eng verknüpft mit der Temperatur ist die Beschaffenheit der Luftmasse in Bezug auf ihren Druck. Der Luftdruck in Weißensee beträgt 1005.5 hpa und ist gleichbleibend.
Ein Luftdruck von etwa 1005,5 Hektopascal liegt im Bereich eines leichten Tiefdruckeinflusses oder am Übergang zu einem flachen Hoch. Da der Wert stabil bleibt, ist in den nächsten Stunden nicht mit einer raschen Wetteränderung durch heranziehende Frontensysteme zu rechnen. Ein gleichbleibender Luftdruck signalisiert oft eine meteorologische Ruhephase. In Kombination mit den frostigen Temperaturen deutet dies auf eine eher ruhige, wenn auch kalte Wetterlage hin, wie sie für Inversionswetterlagen im Winter typisch ist. Dabei lagert die kalte, schwere Luft in den tieferen Lagen des Beckens, während es in höheren Lagen der Mittelgebirge unter Umständen sogar etwas milder sein könnte.
Ein weiterer wichtiger Faktor für das subjektive Kälteempfinden ist der Wind. Der Wind kommt mit einer Windgeschwindigkeit von 7.5 km/h aus Richtung Nord und ist gleichbleibend. Zudem gibt es Windböen von 10.1 km/h.
Obwohl eine Windgeschwindigkeit von 7,5 km/h meteorologisch als schwacher Wind eingestuft wird, darf man den Effekt des „Windchill“ nicht unterschätzen. Bei einer tatsächlichen Lufttemperatur von -5,1 Grad sorgt bereits dieser leichte Nordwind dafür, dass sich die Luft auf der Haut deutlich kälter anfühlt. Die Richtung Nord unterstreicht den Charakter der aktuellen Wetterlage: Kalte Polarluft wird in die Region transportiert. Die Böen von 10,1 km/h sind zwar nicht strukturell gefährlich, tragen aber zur stetigen Durchmischung der bodennahen Luftschichten bei, auch wenn diese Durchmischung derzeit nicht auszureichen scheint, um die Schadstoffkonzentrationen in der Luft signifikant zu senken, wie wir später noch sehen werden.
Neben der Temperatur spielt die Feuchtigkeit eine entscheidende Rolle für das herrschende Wettergefühl. Die Luftfeuchtigkeit in Weißensee beträgt 88.0 % und ist gleichbleibend.
Ein Wert von 88 Prozent ist für eine frostige Wetterlage recht hoch. Dies deutet auf eine fast gesättigte Luftmasse hin. In der Praxis führt dies oft zu einer feuchtkalten Witterung, die als besonders unangenehm empfunden wird. Bei solchen Werten bildet sich im Winter oft Reif an Bäumen, Autos und Gebäuden, was der Landschaft in Weißensee ein winterliches, fast märchenhaftes Aussehen verleihen kann. Zudem ist bei dieser hohen Feuchtigkeit die Bildung von Nebel oder Hochnebel sehr wahrscheinlich, was die Sichtweite einschränken kann.
Interessant ist auch der Blick auf die Strahlungswerte, die Aufschluss über die Bewölkung und die Tageszeit geben. Aktuell besteht in Weißensee keine UV-Belastung mit einem UV-Index von 0.0. Maßnahmen zum Schutz der Haut sind nicht erforderlich.
Die Solarstrahlung beträgt derzeit in Weißensee 0 W/m2 und ist gleichbleibend.
Dass die Solarstrahlung bei 0 Watt pro Quadratmeter liegt, lässt darauf schließen, dass entweder die Nachtstunden herrschen oder eine extrem dicke, lichtundurchlässige Wolkendecke jegliches Sonnenlicht absorbiert. Im Winter sind solche Phasen der „Dunkelflaute“ keine Seltenheit. Das Fehlen von UV-Strahlung ist in dieser Jahreszeit völlig normal und bedeutet, dass die Sonne nicht genug Kraft hat, um photochemische Prozesse in der Atmosphäre in Gang zu setzen oder die Haut zu belasten. Für die Energieerzeugung durch Photovoltaikanlagen in der Region bedeutet dieser Wert jedoch einen Stillstand der Produktion.
Ein besonders kritischer Punkt der aktuellen Wettersituation in Weißensee ist die Luftqualität. Die Messdaten der privaten Wetterstation zeigen hier besorgniserregende Werte. Die Feinstaubbelastung beträgt: 10 µm: 65.4 μg/m³ (langsam steigend), 2.5 µm: 51.3 μg/m³ (gleichbleibend), 1 µm: 31.2 μg/m³ (gleichbleibend).
Diese Zahlen liegen deutlich über den empfohlenen Grenzwerten für eine gute Luftqualität. Besonders der Wert für PM 10 mit 65,4 µg/m³ und der Wert für PM 2.5 mit 51,3 µg/m³ sind auffällig. Feinstaub dieser Partikelgröße kann tief in die Atemwege eindringen und bei empfindlichen Personen gesundheitliche Probleme verursachen. In Weißensee scheint derzeit eine typische winterliche Akkumulation von Schadstoffen stattzufinden. Wenn es kalt ist, wird verstärkt geheizt, oft auch mit Holzöfen, die eine Quelle für Feinstaub darstellen. Wenn dann eine austauscharme Wetterlage (wenig Wind, Inversion) herrscht, verbleiben diese Partikel in Bodennähe und reichern sich an. Der Umstand, dass die Werte für PM 10 sogar langsam steigen, deutet auf eine weitere Verschlechterung der Situation hin.
Die daraus resultierende Bewertung der Luftqualität unterstreicht diesen Befund. Für die letzte Stunde wurde basierend auf dem gemeinsamen Luftqualitätsindex (CAQI) für die Partikelgröße PM 10 mäßige Luftqualität und für PM 2.5 mäßige Luftqualität ermittelt. Für Weißensee wurde für die letzten 24 Stunden, basierend auf den stündlichen Werten, für PM 10 schlechte Luftqualität und für PM 2.5 schlechte Luftqualität festgestellt.
Dass die Luftqualität über einen Zeitraum von 24 Stunden als „schlecht“ eingestuft wird, ist ein deutliches Signal. Es zeigt, dass die Belastung kein kurzfristiges Ereignis war, sondern eine beständige Problematik darstellt, die durch die aktuelle Wetterlage begünstigt wird. Bewohner, insbesondere solche mit Vorerkrankungen der Atemwege oder des Herz-Kreislauf-Systems, sollten bei solch hohen Feinstaubwerten körperliche Anstrengungen im Freien reduzieren. Die Daten verdeutlichen, dass das Thema Luftreinhaltung auch in ländlich geprägten Gebieten wie Weißensee im Winter eine große Herausforderung sein kann, besonders wenn meteorologische Faktoren den natürlichen Luftaustausch behindern.
Trotz der hohen Luftfeuchtigkeit und der potenziellen Bewölkung gibt es an der Niederschlagsfront keine Bewegung. Bislang wurde heute kein Niederschlag beobachtet.
Dies passt zum Bild einer stabilen, trockenen Kaltluftmasse. Ohne dynamische Hebungsprozesse in der Atmosphäre bleibt die Bildung von Schneefall oder Regen aus. Der Boden bleibt trocken-gefrostet, was zumindest die Gefahr von Glatteis durch gefrierenden Regen minimiert. Dennoch bleibt die Situation aufgrund der Reifbildung bei 88 % Luftfeuchtigkeit auf den Straßen tückisch.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Weißensee derzeit fest im Griff eines klassischen Winterwetters ist. Die Temperaturen weit unter Null und die stagnierende Luftmasse prägen das Bild. Während die meteorologischen Parameter wie Wind und Luftdruck stabil bleiben, ist die Entwicklung der Luftqualität der eigentlich kritische Punkt des Tages. Die Daten der privaten Wetterstation liefern hier einen unverzichtbaren Beitrag zur lokalen Information und Sensibilisierung. Es bleibt abzuwarten, ob ein aufkommender Wind oder ein Luftmassenwechsel in den kommenden Tagen für eine Reinigung der Atmosphäre und eine Entspannung bei den Feinstaubwerten sorgen wird. Bis dahin bleibt es in Weißensee kalt, trüb und aus Sicht der Lufthygiene leider belastet. Ein achtsamer Umgang mit der eigenen Gesundheit und ein wachsames Auge auf die weiteren Wetterentwicklungen sind in diesen Stunden ratsam.
Letztes Update: Di, 03. Feb, 22:01 - Quelle: Deutscher Wetterdienst